Energetisch Sanieren - so geht's

ZiegelmauerDass ein Haus heutzutage energiesparend ist, ist aus mehreren Gründen von Bedeutung. Wer seine Immobilie beispielsweise verkaufen möchte, der kann mit einem Energiesparhaus meistens einen überdurchschnittlichen Preis erzielen. Damit das energetische Sanieren des Hauses gut funktioniert, gibt es einige Tipps zu beachten. Wir möchten daher im folgenden Beitrag darauf eingehen, wie Sie Ihr Haus energetisch sanieren und worauf Sie insbesondere im Zusammenhang mit den Kosten, einer möglichen Förderung und den entsprechenden Sanierungsmaßnahmen achten sollten.

Warum ist die energetische Sanierung eines Hauses von Bedeutung?

Altes HausManche Immobilieneigentümer stellen sich durchaus die Frage, warum sie ihr Haus energetisch sanieren sollten und aus welchen Gründen dies wichtig ist. Die grundsätzliche Idee, die hinter einer möglichen energetischen Sanierung steckt, besteht darin, den Klimaschutz zu stärken. Dieser beinhaltet nämlich, dass die weltweiten Treibhausgasemissionen möglichst massiv reduziert werden sollen. Einen wichtigen Teil des Energieverbrauchs machen die Immobilien aus, sodass dort ein erhebliches Einsparpotenzial im Gebäudesektor besteht. So sind beispielsweise die Heizungen in Deutschland durchschnittlich fast 20 Jahre alt und rund Dreiviertel aller Altbauten stammen aus vor 1979, sodass sie nicht in die erste Wärmeschutzverordnung fallen. Sämtliche energetische Sanierungsmaßnahmen dienen also vom Grundsatz her dazu, den Energieverbrauch zu reduzieren.

Die energetische Sanierung bringt aber nicht nur der Umwelt Vorteile, sondern ebenfalls dem einzelnen Eigentümer. So lassen sich zukünftige Verbrauchskosten im Energiebereich deutlich reduzieren und nicht zuletzt gewinnt die Immobilie natürlich als energetisch saniertes Gebäude zum Teil deutlich an Wert. In der Übersicht sind es demzufolge die folgenden Vorteile, die eine energetische Sanierung Ihres Hauses mit sich bringen kann:

  • Beitrag zum Klimaschutz
  • Reduzierung von Energieemissionen
  • Immobilie gewinnt an Wert
  • Zukünftig weniger Energieverbrauch, daher geringere Kosten
  • Besseres Wohnklima in energetisch sanierten Häusern

Welche Sanierungsmaßnahmen sind sinnvoll?

Wenn es darum geht, dass Sie Ihr Haus energetisch sanieren möchten, fragen Sie sich vermutlich zunächst, welche Maßnahmen in dem Zusammenhang sinnvoll sind. In vielen Fällen beinhaltet ein energieeffizientes Haus, und damit auch die energetische Sanierung des bestehendes Objektes, mehrere oder sogar alle der folgenden Sanierungsmaßnahmen:

  • Modernisierung oder Austausch der Heizungsanlage
  • Erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung, beispielsweise Geothermie
  • Dämmung des Gebäudes, Daches
  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Erneuerbare Energien im Strombereich, insbesondere durch Fotovoltaik

Insbesondere eine bessere Dämmung des Daches und bei Bedarf des gesamten Gebäudes können bereits einen erheblichen Teil dazu beitragen, aus Ihrem Haus ein Energiesparhaus zu machen. Schon eine Umstellung von einer bisherigen Zweifach- auf eine Dreifachverglasung bei den Fenstern kann dazu führen, zwischen 10-30 Prozent weniger Wärme zu verlieren. Ebenfalls effektiv ist die Modernisierung oder Erneuerung der Heizung, denn dadurch lassen sich zukünftig Heizkosten im mittleren zweistelligen Prozentbereich einsparen. Gleiches gilt für die Dämmung des Daches, die ebenfalls häufig ein Teil energetischer Sanierungsmaßnahmen darstellt.

Vor der Sanierung: Beauftragen eines Energieberaters

Bevor Sie sich selbst an die energetische Sanierung Ihres Hauses begeben, kann es sinnvoll sein, einen Energieberater zu beauftragen. Dieser wird zunächst überprüfen, durch welche Maßnahmen der Energiestandard des Hauses überhaupt sinnvoll verbessert werden kann. Somit kann der Energieberater unter anderem dazu beitragen, dass Sie keine unnützen Kosten durch die Durchführung wenig effektiver Maßnahmen verursachen.

Stattdessen zeigt der Energieberater Optimierungsmöglichkeiten auf, da er sich in diesem Thema bestens auskennt. Die Kosten für das Erstellen eines Energie-Gutachtens sollten Sie nicht sparen, denn so können Sie möglicherweise uneffektive oder sogar unsinnige Sanierungsmaßnahmen vermeiden und so letztendlich bares Geld einsparen.

Haushaltsgeräte ebenfalls ins Energiesparen einbeziehen

Zwar ist mit einer energetischen Sanierung in erster Linie das Gebäude gemeint, aber letztendlich sollten Sie durchaus ebenfalls die Haushaltsgeräte mit einbeziehen. Diese tragen ebenfalls einen nicht unerheblichen Teil zum Energieaufwand bei, nämlich durch den Stromverbrauch. In erster Linie sind es die folgenden Haushaltsgeräte, die Sie im Idealfall durch deutlich energiesparendere Geräte ersetzen können:

  • Kühlschrank
  • Kühltruhe
  • Waschmaschine
  • Trockner
  • Spülmaschine
  • Herd

Förderung durch die KfW nutzen

Energetisch saniertes FensterDas eigene Haus energetisch zu sanieren verursacht zum Teil erhebliche Kosten. Daher stellt sich im Zusammenhang mit geplanten Sanierungsmaßnahmen natürlich auch die Frage, wie diese finanziert werden können. Glücklicherweise gibt es mit der KfW Bank eine Institution, bei der Sie spezielle Fördergelder beantragen können. Insbesondere dann, wenn es um energetische Sanierungsmaßnahmen geht, existieren seitens der KfW mehrere Förderprogramme. Diese beinhalten insbesondere einen sehr günstigen Kreditzins, aber zum Teil gibt es auch Zuschüsse zu geplanten Maßnahmen. Welche Förderung in Anspruch genommen werden kann, richtet sich insbesondere danach, welchen Energiehaus-Standard Ihr Objekt nach der Sanierung erreicht.

Fazit: Gesamtkonzept sollte stimmig sein

To Do ListeFür die Durchführung energetischer Sanierungsmaßnahmen in Ihrem Haus ist es wichtig, ein stimmiges Gesamtkonzept zu haben. Dabei stellt die Analyse durch einen Energieberater eine wichtige Grundlage dar, denn anschließend können Sie relativ sicher sein, nur sinnvolle Maßnahmen durchzuführen. Gerade in älteren Häusern ist es nämlich häufiger der Fall, dass Sie selbst nicht dazu in der Lage sind, die anfallenden Kosten und die sinnvolle Maßnahmen zu überblicken. Nach der Analyse durch den Energieberater sollten Sie dann ein Gesamtkonzept erstellen, in dem vor allem aufgelistet wird, welche Maßnahmen Sie in welchem Zeitraum durchführen (lassen) möchten und welche Kosten dadurch verursacht werden. Genauso wichtig ist es natürlich, dass zukünftige Einsparpotenzial aufzulisten, denn nur dann können Sie erkennen, ob sich die energetische Sanierung tatsächlich wirtschaftlich rentieren wird.