10 Gründe warum sich Ihre Immobilie nicht verkauft

WohnsiedlungGrundsätzlich existiert in zahlreichen Städten und Regionen des Landes derzeit ein sogenannter Verkäufermarkt. Dies bedeutet, dass die Nachfrage nach Immobilien größer als das Angebot ist. Dies hat in den vergangenen Jahren zu durchschnittlich deutlich gestiegenen Immobilienpreise geführt. Dennoch gibt es eine Reihe von Eigentümern, deren Immobilie sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht verkaufen lässt. Wir möchten daher gerne im folgenden Beitrag darüber informieren, welche Gründe es geben kann, dass sich eine Immobilie trotz allgemein guter Aussichten am Markt nicht verkaufen lässt.

Gründe können vielschichtig sein

Grundsätzlich ist es so, dass es eine Vielzahl von Gründen gibt, dass sich eine Immobilie aktuell nicht verkaufen lässt. Diese Gründe betreffen sowohl ein zum Verkauf stehendes Haus als auch eine Wohnung, also eine Eigentumswohnung. Auf einige der häufigsten Grunde, die den Immobilienverkauf erschweren oder sogar unmöglich machen, möchten wir im Folgenden näher eingehen.

In der Übersicht sind es unter anderem die folgenden 10 Gründe, die dazu führen können, dass sich Ihre Immobilie nicht verkauft:

  1. Nicht marktgerechter Verkaufspreis
  2. Immobilie in schlechtem Zustand
  3. Mangelnde Vorbereitung seitens des Verkäufers
  4. Unvollständige oder fehlende Unterlagen
  5. Verkäufer nur schwer zu erreichen
  6. Unvorteilhafte Bilder der Immobilie
  7. Exposé unvollständig
  8. Kein effektives Marketing
  9. Verkäufer nicht verhandlungsbereit
  10. Ungeeigneter Verkaufszeitpunkt

Dies sind oftmals vorhandene Gründe dafür, dass Sie aktuell und vielleicht schon seit längerer Zeit ein Problem damit haben, Ihre Immobilie zu verkaufen. Auf einige Ursachen gehen wir in den folgenden Abschnitten daher näher ein.

Unvollständiges Exposé und fehlende Unterlagen

Zwei durchaus nicht seltene Gründe, warum Verkaufswillige ihr Haus oder ihre Wohnung seit geraumer Zeit nicht verkaufen können, sind ein unvollständiges Exposé und/oder fehlenden Unterlagen. Diese Mängel können tatsächlich zum Verhängnis werden, denn natürlich möchte der potentielle Käufer einer Immobilie sich möglichst umfangreich anhand von Bildern, Beschreibungen und Unterlagen über das zum Verkauf stehende Objekt informieren. Dabei geht es keineswegs nur um den Preis, sondern beispielsweise um die Lage, den Zustand und die Ausstattung der Immobilie. Ein vollständiges Exposé ist zum Beispiel für zahlreiche Kaufinteressen eine unabdingbare Voraussetzung, um sich umfassend über die Immobilie zu informieren. Leider kommt es manchmal sogar bei Immobilienmaklern vor, dass im Exposé nicht alle relevanten Daten und Zahlen zum Objekt genannt werden. Dabei sind es insbesondere die folgenden Informationen, die ein vollständiges Exposé mindestens enthalten sollte:

  • Objektart und Objekttyp
  • Wohnfläche sowie Anzahl der Zimmer
  • Mögliches Kaufdatum
  • Immobilie vermietet oder nicht?
  • Zustand und Baujahr
  • Grundstücksfläche
  • Energieausweis
  • Heizungsart
  • Raumaufteilung
  • Lage / Standort
  • Besonderheiten

Fehlen hier wichtige Informationen, machen sich zahlreiche Kaufinteressen oft nicht die Mühe, daraufhin nachzufragen, sondern schauen sich nach einem anderen Objekt um.

Ganz ähnliche fehlende Informationen gibt es bei wichtigen Dokumenten zur Immobilie, auch wenn kein Immobilienmakler beauftragt wird. Daher ist es für Sie als Verkäufer von großer Bedeutung, es potenziellen Käufern zumindest zu ermöglichen, Einsicht in die wichtigsten Unterlagen zu nehmen. Ist dies nicht möglich oder wird es versäumt, kann auch dies häufig dazu führen, dass Sie Ihre Immobilie nicht verkauft bekommen. Zu den wichtigsten Unterlagen zählen unter anderem ein Grundbuchauszug, bei vorhandener Vermietung ein Mietvertrag, ein Grundriss mit Wohnflächenberechnung, eine Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen, der Energieausweis sowie (falls vorhanden) ein Bebauungsplan und die Abrechnung von Nebenkosten.

Verkauf wegen schlechter Erreichbarkeit problematisch

Immobilien verkaufen am SmartphoneEin relativ banaler Grund dafür, dass Sie Ihre Immobilie schon seit längerer Zeit trotz positiver Eigenschaften und einem guten Standort nicht verkaufen, ist eine unzureichende Erreichbarkeit. Sollten Sie den Verkauf auf eigene Faust und ohne das Heranziehen eines Immobilienmaklers durchführen, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie möglichst auf mehreren Wegen seitens der Kaufinteressenten erreichbar sind. Zudem sollten Sie darauf achten, dass die Kontaktzeiten nicht zu eng gestrickt sind, beispielsweise lediglich von 15 bis 17 Uhr täglich. Ohnehin ist es empfehlenswert, dass Sie mindestens auf den folgenden Wegen erreichbar sind:

  • E-Mail
  • Telefon
  • Social Media / WhatsApp

Die Erreichbarkeit alleine ist natürlich noch keine Erfolgsgarantie, sondern darüber hinaus ist es ebenfalls wichtig, dass Sie Anrufe und empfangene Nachrichten regelmäßig abhören bzw. betrachten. Empfehlenswert ist es, dass Sie mindestens einmal täglich in Ihr E-Mail Account schauen, denn manche Kaufinteressenten möchten gerne möglichst schnell Nägel mit Köpfen machen.

Kaufpreis zu hoch angesetzt und nicht verhandlungsbereit

HausschlüsselübergabeZu den häufigsten Gründe, warum Verkaufswillige ihr Haus oder ihre Wohnung nicht an den Mann oder die Frau bringen, ist ein zu hoch angesetzter Verkaufspreis. Zahlreiche Eigentümer möchten sich die Durchführung einer professionellen Immobilienbewertung sparen, da diese natürlich Kosten verursacht. Eine Folge besteht jedoch nicht selten darin, dass man den Verkaufspreis auf eigene Faust festgelegt und dabei einen nicht realistischen Preis ansetzt.

Zeigt sich der Verkäufer dann zusätzlich noch nicht verhandlungsbereit, ist der Verkauf in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt. Diese Fehler können Sie leicht vermeiden, indem Sie eine professionelle Immobilienbewertung durchführen lassen.

Oftmals ist es sogar möglich, diese indirekt in den Verkaufspreis mit einzurechnen, denn meistens bewegen sich die Kosten zwischen 800 und 1.300 Euro. Wenn Sie dadurch jedoch einen realistischen Marktpreis verlangen, steigern Sie die Chancen für den Verkauf deutlich.

Ungeeigneter Verkaufszeitpunkt

Bei nahezu allen zuvor genannten Gründen haben Sie es als Verkäufer einer Immobilie selbst in der Hand, etwas dagegen zu tun und so Ihre Erfolgschancen für den Verkauf des Objektes deutlich zu verbessern. Es gibt allerdings mindestens einen Grund, bei dem Sie keinen Einfluss darauf haben, ob Sie Ihre Immobilie zu einem guten Preis verkaufen können oder nicht. Gemeint sind die aktuellen Marktverhältnisse, denn der Immobilienmarkt wird natürlich grundsätzlich durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Während die Immobilienpreise in den letzten Jahren in zahlreichen Städten und Regionen des Landes gestiegen sind, gibt es durchaus auch einige Gebiete, in denen die Nachfrage nach Objekten sehr gering ist.

Dies ist beispielsweise in größeren Teilen Ostdeutschlands der Fall. Sind Sie dort Eigentümer eines Hauses oder einer Eigentumswohnung, kann es daher trotz eines realistischen Verkaufspreises und einem guten Zustand des Objektes passieren, dass einfach aufgrund mangelnder Nachfrage derzeit kein Verkauf Ihres Hauses möglich ist. In diesem Fall haben Sie nahezu keine Möglichkeit, dies zu ändern. Stattdessen ist es sinnvoll, einfach abzuwarten, denn dann ist derzeit einfach der falsche Zeitpunkt für den Verkauf des Objektes.