Die Entwicklung der Bauzinsen 2014 – nachdem die Bauzinsen im vergangenen Jahr 2013 auf einem stabil niedrigen Niveau geblieben sind, ist es für zahlreiche Verbraucher, die vielleicht in diesem Jahr einen Baukredit aufnehmen möchten, natürlich von großem Interesse, wie sich die Entwicklung der Hypothekenzinsen im Jahre 2014 fortsetzen wird.

Prognosen sind allerdings in diesem Bereich nicht ganz so einfach, zumal es durchaus verschiedene Szenarien gibt, welche die Entwicklung der Bauzinsen darstellen könnten.

In erster Linie wird die weitere Entwicklung der Hypothekenzinsen davon abhängen, wie sich die Wirtschaft in Deutschland und in der Europäischen Union vollziehen wird. Denn von der konjunkturellen Entwicklung hängt ab, ob die Europäische Zentralbank den Leitzinssatz wieder erhöhen wird, was dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Folge hätte, dass die Bauzinsen ansteigen.
 

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Szenario 1: Die konjunkturelle Lage bleibt unverändert

Ein Szenario, von dem durchaus viele Experten – zumindest für die ersten sechs Monate des Jahres 2014 – ausgehen, beinhaltet im Detail, dass sich die konjunkturelle Lage zwar leicht verbessern könnte, allerdings nicht besonders signifikant.

Sollte dieser Fall eintreten, wäre es nicht sehr wahrscheinlich, dass die Europäische Zentralbank die Leitzinsen anheben würde, um damit die Konjunktur bzw. die Inflation zu bremsen. Unter dieser Voraussetzung würde im Grunde alles dafür sprechen, dass die Hypothekenzinsen auf einem relativ unveränderten Niveau bleiben.

Sollten sich die Konjunkturaussichten allerdings verbessern, auch wenn dies in der Praxis noch nicht durch Fakten belegt werden kann, so könnte allein die Aussicht darauf durchaus zu steigenden Zinsen führen. Ein solcher Verlauf konnte nämlich bereits in 2013 beobachtet werden, als die Bauzinsen über einige Monate hinweg vorübergehend gestiegen sind, um dann gegen Jahresende doch wieder zu fallen.

Szenario 2: Die Wirtschaftslage verbessert sich deutlich

Das zweite Szenario halten Experten ebenfalls durchaus nicht für unwahrscheinlich, denn dieses beinhaltet, dass die Wirtschaftslage sich in Deutschland bzw. im EU-Raum deutlich verbessern könnte.

Erste Anhaltspunkte gibt es bereits, jedoch sind diese bisher nicht als stabil zu bezeichnen. Sollte sich die Wirtschaftslage allerdings tatsächlich in größeren Umfang verbessern, so könnte die Europäische Zentralbank durchaus einen Zinsschritt in die Richtung vornehmen, dass der Leitzinssatz leicht erhöht wird. Dies hätte sicherlich unmittelbar zur Folge, dass die Banken auch ihre Bauzinsen erhöhen.

Falls eine solche Tendenz am Markt zu erkennen ist, ist es für Personen, die ohnehin in der nächsten Zeit eine Immobilienfinanzierung vornehmen möchten, wichtig, sich möglich schnell zu entscheiden. Denn noch können sich Kreditnehmer ihre Baufinanzierung zu sehr günstige Zinsen für einen sehr langen Zeitraum sichern.

Szenario 3: Wirtschaftslage verschlechtert sich

Das dritte Szenario ist nach Ansicht der meisten Experten derzeit gleichzeitig auch das unwahrscheinlichste, nämlich dass sich die konjunkturelle Lage verschlechtert.

Zwar ist auch diese Entwicklung nicht ausgeschlossen, aber es gibt im Prinzip relativ wenige Anzeichen dafür, dass eine Rezession zu befürchten ist. Aber selbst wenn diese Entwicklung eintreten sollte, ist es trotzdem nicht sehr wahrscheinlich, dass die Hypothekenzinsen noch weiter fallen werden, da sie sich bereits auf einem extrem niedrigen Niveau befinden.

Dies gilt ebenfalls für den Leitzinssatz, den die Europäische Zentralbank aller Voraussicht nach nicht noch weiter senken wird und bei der aktuellen Höhe von 0,25% beläßt.
 

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Droht im Jahr 2014 eine Immobilienblase?

Kritische Stimmen sprechen schon jetzt davon, dass es in diesem Jahr 2014 eine Immobilienblase geben könnte. Der Grund sind die schon seit langer Zeit sehr niedrigen Bauzinsen, die dazu geführt haben, dass viele Verbraucher sich für ein Eigenheim entschieden haben.

Teilweise wurden sicherlich Häuser gekauft, die sich die Verbraucher bei etwas höheren Kreditzinsen nicht hätten leisten können. Neben den günstigen Hypothekenzinsen ist der Anstieg der Grunderwerbssteuer in einigen Bundesländern ebenfalls ein Grund dafür, dass sich relativ viele Verbraucher im vergangenen Jahr 2013 noch schnell für den Kauf einer Immobilie entschieden haben.

Diese Tatsachen können durchaus dazu führen, dass sich eine Immobilienblase entwickelt. Dafür sprechen unter anderem die – vor allem in den Großstädten – bereits deutlich angestiegen Immobilienpreise. Es wird in diesem Jahr also sicherlich spannend bleiben, wie sich die Immobilienpreise entwickeln und ob tatsächlich eine Immobilienblase entsteht.